1. Januar 1970 - 1. Januar 1970

TEILE DAS BROT! - Gehört uns das Brot (und das Saatgut) überhaupt? - mit Kotschi und Wirz

Eine Vortrags- und Diskussionsveranstaltung aus der Reihe "WER VERFÜGT DARÜBER...? - Eintritt frei!

Zur aktuellen Gefahrenlage des Zusammenschlusses der Konzerne BAYER und MONSANTO!

Teile das Brot? Gehört uns das Brot überhaupt?

 

Ziel der Totalversorgung

"Die Vision von Baumann [Bayer] und Grant [Monsanto] besteht darin, dass die lebendige, vielfältige und fruchtbare Erde als eine Art begrenzte Industriefläche betrachtet wird, auf der es gilt, mit chemischen Düngemitteln, genmanipulierten Pflanzen und sogenannten Pflanzenschutzmitteln ein Maximum an Erlös bringender Biomasse zu erzeugen, die dann zu Nahrungsmitteln industriell verarbeitet werden können." Quelle:https://blog.gls.de/allgemein/fusion-bayer-monsanto-bedrohliche-vision/

Wir halten den Themenabend auch aktuell hinsichtlich der lebensbedrohlichen Pläne der beiden Konzerne. Weitere Informationen: www.cbgnetwork.org/6731.html

Um die Frage zu beantworten, ob uns das Brot überhaupt gehört, hilft ein Blick auf das Eigentum des Saatguts, aus dem das Brot ge­macht ist. Denn Saatgut gehört mittlerweile hauptsächlich einer Handvoll Konzerne. Diese setzen in ihren Geschäftsmodellen auf die Pri­vatisierung des jahrtausendealten Kulturguts Saatgut über Patente und vergeben Lizenzen. Es stellt sich die Frage: Was bedeutet dies für den Zugang zu Brot, wenn lebensnotwendiges Kulturgut mit künstlichen Barrieren belegt wird und welche Alternativen gäbe es?

"Freie Lizenzen für Saatgut sollen dabei helfen, die immer weiter fortschreitende Patentierung durch Konzerne zu verhindern.[...] So berichtet etwa Tom Michaels, Pflanzengenetiker an der University of Minnesota, dass das Keimgewebe verschiedener Pflanzen früher häufig einfach zwischen Forschern und Züchtern verschickt worden sei. Doch "diese Tradition des offenen Tausches" sei Ende der 90er Jahre immer häufiger durch juristische Dokumente und die Forderung von Lizenzzahlungen eingeschränkt worden." Quelle: www.golem.de/news/open-source-samen-saatgut-ist-fast-wie-software-1405-106738.html

Aber nicht nur rechtlich wird ein starker Anspruch auf Saatgut als Kulturgut erhoben. Auch technisch. Durch Züchtung wird Saatgut nämlich mitunter in seiner Keimfähigkeit gestört. Pflanzen können sich also nicht mehr fortpflanzen - sogar die Biolandwirtschaft ist hiervon wesentlich betroffen. Ist das Brot also mittlerweile gar nicht mehr teilbar?

Wie könnten Freie Lizenzen für die Teilbarkeit des Brotes wirken? 

 

Mit einem Impulsvortrag von Johannes Kotschi und Johannes Wirz (Autoren des Buches "Wer zahlt für das Saatgut?").

Die Veranstaltung gehört zu einer Reihe von Vortrags- und Diskussionsveranstaltungen unter dem Titel "WER VERFÜGT DARÜBER?", die bis Juni 2017 in der Pauluskirche stattfinden. Ein Überblick aller Veranstaltungen dieser Reihe finden Sie: hier!

 

Dienstag, 8. November 2016

Pauluskirche Dortmund | Schützenstr. 35

Einlass: 18:30 Uhr  | Beginn: 19:00 Uhr

Eintritt:  frei

 

 


1. Mai 2017 - 1. Januar 1970

Alle Veranstaltungen ab sofort auf der neuen Veranstaltungsseite

www.pauluskirchekultur.de